fremdgetextet #29

Bekannte Situation, die man tagtäglich im Alltag erlebt: Wieder einmal hat sich niemand in der Clique Gedanken für ein Geburtstagsgeschenk gemacht. Wann wird gefeiert? Morgen. Also stürze ich mich ins Internet und durchforste panisch und in wilder Eile die weiten Ebenen von Amazon. Zwischendurch springen mir viele tolle Angebote ins Auge, zeitweise um bis zu 50 Prozent reduziert. Ein Kühlschrank per Post. Und eine Waschmaschine. Und was ist das – ein Warmhalte-Ofen für Pizza? Lieferung bis zum nächsten Tag? So etwas habe ich doch schon immer gesucht. Na, klasse! Ab in den Einkaufswagen, Bezahlung per Mausklick und dann abwarten. Ich werde wahnsinnig. Am nächsten Tag stehen drei oder vier wuchtige Kartons vor der Wohnungstür. Bestellung überbracht und abgeschlossen – irre! Das ist einerseits gut für mich – andererseits macht es auch faul und fett. Egal. Im Internet kann ich mir auch Fitnessgeräte holen.

Ich bestelle viel im Internet. Sehr viel. Es ist einfach zu bequem, für einen faulen Menschen wie mich. Deshalb ein gutes Thema für die 29. Ausgabe von fremdgetextet.

Sebastian Lindschulte

Sebastian Lindschulte führt diesen Blog - alle Beiträge stammen aus seiner Feder. Oder Tastatur.