„Nach Maßgabe der Möglichkeiten“

Was machen wir da: Abschießen oder reinlassen? Lauter nette Wesen, schön und gut, aber eben mit drei Armen, merkwürdigen Göttern und grünem Blut. Nun gut: Thilo Sarrazin haut wieder einen Superbestseller raus und fordert, rein vorsorglich, die Produktion von Napalm ein bisschen zu intensivieren. Das Bundespräsidialamt twittert Tag und Nacht, jeder sei willkommen, der Art. 21 GG anerkenne, wonach die Herrschaft über das Universum von den Parteien gestaltet werde. Die CSU gründet eine Task Force unter Leitung von Edmund Stoiber, egal für was. Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Wendt, teilt mit, angesichts des dritten Arms der Marsianer sei mit einer Zunahme der Eigentumsdelikte um 50 Prozent zu rechnen. Heiko Maas gründet eine Expertenkommission.

Thomas Fischer schreibe eine wöchentliche Kolumne über Rechtsfragen für die ZEIT und ZEIT ONLINE. Fischer ist Bundesrichter in Karlsruhe und schreibt in einem sehr angenehmen und unterhaltsamen Stil.

Screenshot: zeit.de
Screenshot: zeit.de

Sein Thema in dieser Woche? „Prominente Intellektuelle“, wie er sie nennt, fordern folgendes: Deutschland soll Menschen in Zukunft nur noch „nach Maßgabe der Möglichkeiten“ Asyl gewähren.

Auf sechs Seiten zerlegt Herr Fischer diese Aussage dermaßen amüsant und schön, dass man am Ende richtig traurig ist, dass es nicht neun Seiten geworden sind.

Chapeau!

Quelle: zeit.de

Sebastian Lindschulte

Sebastian Lindschulte führt diesen Blog - alle Beiträge stammen aus seiner Feder. Oder Tastatur.

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