retype: Findet Dorie

Kurz zurück in die Kindheit, bitte!

Dreizehn lange Jahre ist es her, dass wir uns auf eine abenteuerliche Reise durch den Ozean gemacht haben – P. Sherman, 42 Wallaby Way, Sydney war unser Ziel, als wir uns damals auf die Suche nach dem kleinen Nemo gemacht haben. Dreizehn Jahre hat es gedauert, bis Pixar uns endlich den Nachfolger präsentieren konnte: „Findet Dorie“ ist da!

Was passiert – geht etwa wieder jemand verloren?

Ein Jahr ist vergangen, seit Nemo vom fischverrückten Zahnarzt entführt und in ein Aquarium gesteckt wurde. Die kleine bunte Familie aus Nemo, Marlin und Dorie lebt glücklich und zufrieden im Riff. Doch so langsam kann Dorie sich bruchstückhaft an ihr altes Leben erinnern – und macht sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit.

Eine Fortsetzung nach so langer Zeit – wer macht denn mit?

Wir treffen gleich auf eine ganze Reihe von alten Bekannten. Allen voran natürlich die beiden Clownfische Marlin (Albert Brooks / Synchronsprecher: Christian Tramitz), Nemo (Hayden Rolence / Synchronsprecher: Vicco Clarén) und Paletten-Doktorfisch und Titelheldin Dorie (Ellen DeGeneres / Synchronsprecherin: Anke Engelke). Dazu kommen einige neue Gesichter, unter anderem der Walhai Destiny, der Krake Hank und der Weißwal Bailey.

Foto: Disney / Pixar
Foto: Disney / Pixar

Aber auch Publikumslieblinge wie die Meeresschildkröten Crush und Squirt/Racker und der Adlerrochen Herr Rochen sind wieder mit von der Partie und haben ihre schönen Momente.

Handlung macht Sinn, Besetzung und Synchro sind klar – was sonst noch?

Bis Oktober 2016 hatte der Film bei Rotten Tomatoes 94 Prozent positive Kritiken – „Findet Dorie“ ist eine tolle und passende Fortsetzung von „Findet Nemo“. Hier stimmt eigentlich alles, die Charaktere funktionieren mit viel Witz und Humor. Nebenbei entwickelt sich eine schöne Geschichte mit tollen Momenten. Natürlich ist vieles vorherzusehen, dennoch gibt es die ein oder andere überraschende Wendung. Und bei mehr als nur einer Szene denkt man sich „Verdammt, was passiert hier eigentlich gerade?!“

Bisher kenne ich nur die deutsche Fassung, hier muss man aber gerade die Synchronsprecher loben: Immerhin sehen wir hier einen Film mit sprechenden, animierten Fischen, Kraken und Robben. Trotzdem kaufe ich den Sprechern ihre Rolle ab. Es macht schlichtweg Spaß.

Nach 103 Minuten voller Witz und Unterhaltung verlasse ich das Kino. Das war super. Bitte, Pixar – lasst uns nicht 13 Jahre auf die nächste Fortsetzung warten!

Sebastian Lindschulte

Sebastian Lindschulte führt diesen Blog - alle Beiträge stammen aus seiner Feder. Oder Tastatur.