retype: Star Wars: The Last Jedi

Bildgewaltiger Kosmos

Mein spoilerfreies retype zu „Star Wars: The Last Jedi“ – frisch aus der Vorpremiere in den Kinos!
Die Geschichten um das Star Wars-Universum sind weit älter als ich, inzwischen füllen die Filme, Bücher, Comics, Serien und Spiele ganze Bibliotheken – erwachsen aus den Anfängen der ersten Trilogie hat sich ein unfassbar komplexer Kosmos entwickelt. Und dieser Kosmos wird seit einigen Jahren stetig bearbeitet. Im Dezember 2015 nahm mit „The Force Awakens“ eine neue Trilogie ihren Anfang, zwischendurch kam noch der Anthology-Film „Rogue One“. Jetzt erschien mit „Star Wars: The Last Jedi“ der zweite Teil der Reihe. Und der Streifen ist ein ziemlicher Brocken.

Story – was passiert?

Ohne jetzt groß die Handlung zu verraten, so viel wissen wir: Rey hat Luke Skywalker gefunden und hofft darauf zu erfahren, was für Kräfte sie spürt – und in ihm hoffentlich den legendären Jedi-Meister zu finden. Ex-Stormtrooper Finn, Poe Dameron und Leia Organa haben unterdessen alle Hände voll damit zu tun, die Attacken der übermächtigen First Order abzuwehren – nach der Zerstörung der imposanten Starkiller-Base ist also noch lange nicht alles im Lot. Oh, und natürlich ist auch Kylo Ren mit an Bord.

Finn gegen Captain Phasma. (c) Lucasfilm Ltd.
Finn gegen Captain Phasma. (c) Lucasfilm Ltd.

Bekannte Gesichter, und sonst nichts?

Der bekannte und ohnehin schon breit aufgestellte Hauptcast aus Daisy Ridley (Rey), Mark Hamill (Luke Skywalker), John Boyega (Finn), Adam Driver (Kylo Ren), Carrie Fisher (Leia Organa) und Oscar Isaac (Poe Dameron) wurde gut aufgestockt; wir können uns beispielsweise weiterhin über Gwendoline Christie als Captain Phasma und Domhnall Gleeson als General Hux freuen.

Dazu kommt wieder Andy Serkis als Supreme Leader Snoke, Kelly Marie Tran als Rose Tico, Joonas Suotamo als Chewbacca und natürlich Anthony Daniels als Blechjunge C-3PO. Und irgendwo verstecken sich auch die zwei britischen Prinzen Harry und William als Stormtrooper-Cameo.

Schauspieler klar, aber wer ist verantwortlich?

Regisseur war Rian Johnson, der Produzentin Kathleen Kennedy sowas von vom Fleck weg überzeugt hat, dass sie ihn gleich mit der Erarbeitung einer völlig neuen Trilogie beauftragt hat. J.J. Abrams hatte ebenfalls als Executive Producer seine Hände im Spiel, das scheint man auch bei manch einer Szene zu merken. John Williams zeichnet natürlich für die Musik verantwortlich, der Mann kann das einfach. Immerhin ist er auch bereits seit Ewigkeiten mit dem Universum vertraut. Der Ton passt ebenfalls super, bombastische Klänge während der Raumschlachten und das unverkennbare Surren der Lichtschwerter tun ihr Übriges. Auch die deutsche Synchronisation überzeugt an den meisten Stellen.

Die First Order in "The Last Jedi". (c) Lucasfilm Ltd.
Die First Order in „The Last Jedi“. (c) Lucasfilm Ltd.

Und meine Meinung – muss sein

Mit der neuen Trilogie haben die Macher von Star Wars ein vollkommen neues Kapitel aufgeschlagen. Sie gehen damit ihren Weg – „The Force Awakens“ ist für mich noch immer ein guter Film, mit vielen Stärken und manch einer Schwäche. Bei „The Last Jedi“ ist es ähnlich: Der Film an sich ist bombastisch, er strotzt vor schlichtweg beeindruckenden Szenen und überzeugt an so vielen Stellen – aber natürlich hat er auch seine Macken und Schwächen. Dennoch kommen bei offiziell 152 Minuten Laufzeit eine ganze Menge an (mehrheitlich positiven) Emotionen hoch.

Ich bin mit viel Vorfreude aber dennoch recht vorsichtigen Erwartungen an den Film herangegangen und kann sagen, dass ich mich lange nicht mehr während eines Kinobesuchs so oft in der Story-Entwicklung geirrt habe. Und das ist ebenfalls positiv gemeint.

Zeit für ein Fazit

Lange Rede, wenig Sinn: Oft völlig unerwartete Richtungswechsel haben mich überrascht, manch eine Plot-Entwicklung hat mir nicht gefallen – dafür viele andere Dinge jedoch umso mehr. Mit „The Last Jedi“ hat Regisseur Rian Johnson meiner Meinung nach den wohl besten Star Wars-Film seit der originalen Trilogie erschaffen.

Ich saß im Kino und habe mitgefiebert, habe gelacht und geflucht und kann eindeutig und aus voller Überzeugung sagen, dass ich bestens unterhalten wurde. Die Blu-ray hat sich bereits einen fest eingeplanten Platz in meinem Regal gesichert – ich bin gespannt auf den Originalton. Und natürlich auch auf das nächste Jahr, wenn dann „Solo: A Star Wars Story“ in den Kinos startet.

Sebastian Lindschulte

Sebastian Lindschulte führt diesen Blog - alle Beiträge stammen aus seiner Feder. Oder Tastatur.