retype: Thor: Tag der Entscheidung

Kurz und schmerzlos: Grandios witzig

Mein letztes retype zu „Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten“ habe ich noch mit den Worten eröffnet: „Abseits von Marvel und DC gibt es auch noch andere großartige Filme.“ Jetzt sitze ich hier und schreibe wieder über einen Film von Marvel. Und was für einen!

Thor: Tag der Entscheidung ist der dritte Teil der Serie und ein weiteres Teilchen im immer weiter expandierenden Marvel Cinematic Universum. Und irgendwie ist er erfrischend anders. Geil!

(c) Thor: Tag der Entscheidung / Marvel Entertainment
(c) Thor: Tag der Entscheidung / Marvel Entertainment

Der Story-Part – was können wir erwarten?

Der dritte Part von Thor ist seit dem 31. Oktober 2017 in den Kinos und kann sich bisher über nahezu durchweg positive Kritik freuen. Fassen wir die Story kurz zusammen:

Thor hat es wirklich nicht leicht – sein (Adoptiv-)Bruder Loki ist die meiste Zeit ein irrer Bösewicht, seine menschliche Freundin Jane hat auch nicht mehr so richtiges Interesse an einer Fernbeziehung und nebenbei bedroht die Göttin des Todes Hela auch noch seine Heimat Asgard und das gesamte Universum. Dann zerbricht zu allem Überfluss noch sein Wunderhammer Mjölnir und der Gott des Donners gerät zunehmend in arge Bedrängnis – wie kommt er nur schnellstmöglich aus diesem Schlamassel wieder heraus?

(c) Thor: Tag der Entscheidung / Marvel Entertainment
(c) Thor: Tag der Entscheidung / Marvel Entertainment

Die Story ist nicht sonderlich innovativ oder herausragend. Das ist aber auch gar nicht so gewollt. Die Rollen und Positionen sind ziemlich schnell klar, so bleibt deutlich mehr Zeit für platte Sprüche, knallige Kampfszenen und viel Heldengewirbel. Und das ist gut so. Statt erzwungenem Storytelling nutzen die Macher die Chance und setzen auf ordentlich Spaß.

Comichaftes Heldenepos mit Effekten

Regie führte Taika Waititi, der mir ehrlich gesagt bis dato gar kein Begriff war. Das ist aber gar nicht schlimm, denn aus dem Drehbuch und der stark besetzten Crew hat der Neuseeländer ein wahres Heldenepos im Comic-Stil geschaffen. Chris Hemsworth als trutzstarker Thor, Tom Hiddleston als listiger Loki, Mark Ruffallo als gewohnt-gute Bruce Banner/Hulk-Kombination sowie Cate Blanchet als tödliche Hela und Anthony Hopkins als Odin. Dazu sehen wir Idris Elba als Heimdall und Jeff Goldblum (fuck, yeah!), Tessa Thompson und Karl Urban sind ebenfalls mit von der Partie.

Hochkarätig besetzt und jeder einzelne Schauspieler passt wunderbar in seine Rolle, die Charaktere harmonieren und über die gesamte Filmlänge von gut 130 Minuten kommt keine Langeweile auf. Ehrlich gesagt folgt ein Kracher auf den nächsten. Da kommt Laune auf.

Massig Witz in Thor 3

Die im Vorfeld veröffentlichten Trailer haben es bereits anklingen lassen: Thor (oder auch „Thor: Ragnarok“ im Original) wird richtig, richtig witzig – und das Versprechen wurde gehalten. Ganz im Ernst: Auch wenn viele Witze, Sprüche und Momente schon im Vorfeld zu erahnen waren, das tat dem Effekt keinen Abbruch. So stelle ich mir eine wirklich gute Comic-Verfilmung vor – im Grunde fehlten nur die Sprechblasen und die „autsch“- und „bäng“-Effekte im Bild.

(c) Thor: Tag der Entscheidung / Marvel Entertainment
(c) Thor: Tag der Entscheidung / Marvel Entertainment

Mein Fazit zu Thor: Tag der Entscheidung

Regisseur Taika Waititi und Marvel haben hier ein bildgewaltiges Feuerwerk aus flotten Sprüchen, Action und Spaß geschaffen. Der große Medienrummel im Vorfeld war für mich vollkommen berechtigt, die positive Kritik kann ich absolut nachvollziehen. Gerade die Charaktere von Chris Hemsworth, Mark Ruffalo und Jeff Goldblum sorgen für verboten viel Spaß.
Die deutsche Synchronisation war in Ordnung, ich freue mich auf den Originalton – der reißt sicher noch einiges weiter nach oben. Besonderer Kracher: Der Soundtrack. Mark Mothersbaugh war verantwortlich für die Score und hat richtig gezaubert. Die Musik hat mitgerissen, stand niemals störend zur jeweiligen Szene und war insgesamt gesehen schlichtweg überragend. Kommt definitiv in meine all-time-favourite-Playlist.

Die FSK-Kennzeichnung mit 12 ist für die deutsche Kinoversion gerechtfertigt. Wenn Thor mit seinem Hammer reihenweise Monster zermatscht und die ein oder andere Szene etwas ausartet, dann passt das schon.

Alles in Allem also ein voller Erfolg.

Bleibt mir zum Abschluss nur eine Sache zu sagen: Kinder, gebt euch diesen Streifen im Kino. UNBEDINGT!

Sebastian Lindschulte

Sebastian Lindschulte führt diesen Blog - alle Beiträge stammen aus seiner Feder. Oder Tastatur.