Schokolade macht mich reich!

…ist zumindest der Plan.

Immer wenn der Winter so langsam zu Ende geht, dann werde ich ein wenig traurig: Im Winter gibt es einfach eindeutig die besten Süßigkeiten. Das hat eine ganze Menge mit Weihnachten zu tun – Lebkuchen und Spekulatius gibt es halt nur zur kalten Jahreszeit.

Spekulatius und Kekse aus der Region

Wir als Grafschafter haben das große Glück, dass unsere Spekulatius- und Keks-Lieferungen keinen weiten Weg haben. Fährt man zur richtigen Zeit von Nordhorn in Richtung Neuenhaus, dann empfehle ich dringend, einmal den Kopf aus dem Fenster zu halten. Bei Borggreve gibt es einfach die besten Kekse. Und besonders gut: Die Gewürz-Spekulatius. Und bevor jemand fragt: Natürlich sind die Windmühlen die besten. Das hat mir schon Opa so erzählt und das stimmt auch so. Ist genau wie mit den roten Gummibärchen. Keine Diskussion.

Photo by Michał Grosicki on Unsplash
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Die Windmühlen sind das Beste

Als ich einmal im südlichen Teil der Bundesrepublik unterwegs war, da hatte man auch schon von Borggreve gehört. Der Ruf (oder der Geruch?) eilt da voraus. Im tiefsten Bayern, auf der letzten Alm, im letzten versteckten Winkel von Deutschland, da treffe ich doch tatsächlich einen Einheimischen, der sich Jahr für Jahr eine ganze Wagenladung von Borggreve Gewürz-Spekulatius kauft. Und die Windmühlen schmecken am besten. Der Mann weiß wovon er spricht, der kennt sich aus.

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Heute hieß es für mich Abschied nehmen: Heute habe ich aus meiner letzten Packung den letzten Spekulatius gegessen. Ich fühle mich ein wenig, als hätte ein guter Freund mich verlassen. Ich weiß genau, dass ich jetzt keinen originalen Keks mehr finden werde – dabei ist noch nicht einmal März!

Sommer und Herbst sind keine klassische Süßigkeitenzeit

Nach dem Winter kommt der Frühling und mit Beginn des Frühlings sind bereits die nächsten Feiertage in Sichtweite: Ostern steht auf dem Programm und die Supermärkte tauschen die letzten, traurigen Weihnachtsmänner und Nikoläuse gegen Schokoladenhasen, Eier und anderes Getier aus Teig und Schokomasse. Im Sommer ist mit Schokolade generell nicht so viel, da steht bei mir eher Eis auf dem Plan. Wobei ich Eis auch bei derben Minusgraden oder orkanartigen Winden esse. Gibt es eigentlich „Sommerschokolade“? Mal abgesehen von Raffaello. Im Sommer ist an der Schokoladenfront also nicht so viel zu holen.

Photo by Madeline Tallman on Unsplash
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Das Problem ist da ja wohl offensichtlich: Niemand mag flüssige Blockschokolade. Genau so, wie niemand Dieter Bohlen mag. Machen wir die Reihe komplett mit dem Herbst. Im Herbst gibt es irgendwie auch nichts an Schokolade. Was ist das eigentlich für eine traurige Jahreszeit? Der Sommer kann sich wenigstens noch mit allerlei Variationen an Speiseeis, Eiskaffee und einem soliden Grundsortiment an Schokolade retten – der Herbst allerdings ist für Schokoladenliebhaber irgendwie eine verschenkte Zeit. So ein bisschen wie die Off-Season im Sport. Da passiert auch nicht viel und man sitzt Woche für Woche bereit und weiß nicht viel mit seiner Zeit anzufangen. Bier steht kalt, Pizza ist bestellt – und der Fernseher zeigt nur Müll.

Meine Millionenidee

Die Millionen-Idee wäre dann ja wohl eine Schokoladenvariation, die super zum Herbst passt. Knifflige Sache. Klingt aber nach einem Job für mich! Schließlich muss sich ja irgendwer über so etwas Gedanken machen. Und passenderweise bin ich momentan sowieso auf der Suche nach einer Methode, um unfassbar reich zu werden.

Der Plan steht also: Ich werde der Bill Gates der Schokoladenindustrie. Und wenn ich dann in ein paar Jahren durch mein weltumfassendes Schokoladenimperium reich bin und in meiner dicken Villa am Stadtrand von Nordhorn im Morgenmantel mit einem Glas feinem Whisky vor dem Kamin sitze, dann lasse ich mir von meinem Butler eine Packung Borggreve Gewürz-Spekulatius bringen. Das wird schön.

Sebastian Lindschulte

Sebastian Lindschulte führt diesen Blog - alle Beiträge stammen aus seiner Feder. Oder Tastatur.